Leitfaden

Von Elina Lesyk

n8n vs. Make vs. Zapier: Welches Automations‑Tool passt?

Ein praxisnaher Vergleich der drei Automations‑Tools im Kanzleikontext.

Automatisierung ist der schnellste Weg zu spürbaren Quick‑Wins. Entscheidend ist, welches Tool zu Datenlage und Kanzlei‑IT passt.

Problem

Kanzleien brauchen Automatisierung, sind aber unsicher bei Tool‑Auswahl und Datenschutz.

Lösung

Vergleich entlang von Hosting‑Optionen, Integrationen und Wartbarkeit.

Für wen?

Kanzleien, die Workflows zwischen E‑Mail, DMS und DATEV automatisieren möchten.

So funktioniert es

  1. Hosting‑Anforderungen und Datenschutz klären.
  2. Integrationsbedarf in Kanzlei‑Systeme prüfen.
  3. Prototyp‑Workflows testen.
  4. Kosten‑ und Wartungsaufwand vergleichen.

Preisvergleich (Stand 2025)

Die Kosten unterscheiden sich stark je nach Nutzungsumfang und Hosting‑Variante:

  • Zapier: Ab $29/Monat (Starter), $103/Monat (Professional) – pro Workflow (Zap)
  • Make: Ab $10,59/Monat, deutlich günstiger bei vielen Operationen
  • n8n Self‑Hosted: Software kostenlos, Server ca. 10‑30 €/Monat (Hetzner, Netcup)
  • n8n Cloud: Ab $24/Monat für kleine Teams

DATEV‑Anbindung: Die ehrliche Wahrheit

Keines der drei Tools hat einen nativen DATEV‑Connector. Aber es gibt Wege:

  • DATEV REST API: Technisch möglich, erfordert Custom‑Node in n8n
  • DATEV Unternehmen online: Webhook‑Integration über Umwege
  • Workaround: CSV‑Export/Import oder Middleware wie Zapier‑Tables
  • Empfehlung: Für Mandantendaten nur n8n Self‑Hosted nutzen

Beispiel‑Workflow: E‑Mail → DMS → Wiedervorlage

So könnte ein typischer Kanzlei‑Workflow aussehen (ca. 2‑4 Stunden Einrichtung):

  • 1. E‑Mail kommt im Kanzlei‑Postfach an (Trigger)
  • 2. n8n extrahiert Absender, Betreff, Anhänge
  • 3. GPT‑4 klassifiziert: Mandantenanfrage, Beleg, Frist, Sonstiges
  • 4. Dokument wird im DMS abgelegt (mit Mandanten‑Zuordnung)
  • 5. Bei Frist: Wiedervorlage in DATEV oder Kalender erstellen
  • 6. Optional: Auto‑Antwort an Mandant (Eingangsbestätigung)

Welches Tool für welche Kanzlei?

Eine einfache Entscheidungshilfe:

  • Zapier: Wenn Sie schnell starten wollen und keine Mandantendaten verarbeiten
  • Make: Wenn Sie Budget sparen wollen und komplexere Logik brauchen
  • n8n Self‑Hosted: Wenn Datenschutz Priorität hat (Empfehlung für Kanzleien)
  • n8n Cloud: Kompromiss zwischen Komfort und Kontrolle

Technische Anforderungen für Self‑Hosting

Was Sie für n8n Self‑Hosted brauchen:

  • VPS mit mindestens 2 GB RAM, 2 vCPUs (ca. 10 €/Monat)
  • Docker‑Installation (1‑Click bei vielen Hostern)
  • Domain + SSL‑Zertifikat (Let's Encrypt kostenlos)
  • Einrichtungszeit: 2‑4 Stunden (mit Anleitung)
  • Wartung: ca. 1 Stunde/Monat für Updates

FAQ

Welches Tool ist datenschutzfreundlich?

n8n bietet Self‑Hosting und ist daher oft die erste Wahl bei sensiblen Daten.

Wann reicht Make oder Zapier?

Bei wenig sensiblen Daten und schnellen Integrationen kann Cloud‑Hosting ausreichend sein.

Brauche ich Programmierkenntnisse?

Für einfache Workflows nicht. Komplexere Logik (z.B. Fehlerbehandlung) erfordert bei allen drei Tools etwas Einarbeitung.

Automatisierung richtig aufsetzen?

Ich helfe Ihnen beim Setup – von der Tool‑Auswahl bis zum ersten produktiven Workflow.

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